
Heimatpreis 2024
Auszeichnung für die Baumberger Wanderfreunde e.V.

Guten Tag liebe Wanderfreundinnen, liebe Wanderfreunde.
Der Vorstand freut sich, dass ihr euch in so großer Zahl zu unserem Jubiläum angemeldet habt und wahrscheinlich voller Vorfreude gekommen seid. Wir hoffen, dass wir mit unseren heutigen Angeboten diesem Erwartungsdruck auch ein wenig gerecht werden können.
Begrüßen möchte ich auch ganz besonders die stellvertretende Bürgermeisterin Frau Dr. Diekmann, die einige Grußworte der Gemeinde Nottuln überbringen wird. Herzlich willkommen.
Nicht weniger herzlich begrüße ich auch die Mitarbeiterin unser hiesiges Tageszeitung, der WN, Frau Marita Strothe. Bei der Gelegenheit möchte ich einmal erwähnen, dass die WN immer ein offenes Ohr für unsere Anliegen hat. So wird uns nicht nur eine Plattform für die Bekanntgabe unserer Wander- und Radfahrtermine geboten, sondern es wird auch über unsere sonstigen Aktivitäten berichtet, in einem ausreichenden Umfang mit Bild. Ich habe es noch nicht erlebt, dass man meiner Bitte um einen Bericht über Wanderungen oder Veranstaltungen nicht nachgekommen ist. Auch dafür ein herzliches Dankeschön an die Lokalredaktion Nottuln. Wir sind schließlich nicht der einzige hiesige Verein, der sich mit seinen Aktivitäten in der Zeitung wiederfinden möchte.
Gegründet wurde der Wanderverein am 24. 10. 1980. Was gab es sonst noch Wichtiges in diesem Jahr? Deutschland wird in Italien Europameister, 2:1 gegen Belgien, Deutscher Meister wird, wie sollte es anders sein, Bayern München. Bundeskanzler Helmut Schmidt gewann die Wahl gegen Franz-Josef Strauß und Beatrix wird Königin der Niederlande, um nur einige Ereignisse aus 1980 von gleichrangiger Bedeutung zu nennen.
Im Oktober 1980 wurde der Wanderverein also, wie man so schön sagt, aus der Taufe gehoben. Es ist interessant, sich den Werdegang ab 1980 einmal näher anzuschauen. Hugo Sandmann, seit 1983 Vereinsmitglied, Vorsitzender von 1986 bis 1998, danach noch für viele Jahre Wanderführer, also – wenn man es so ausdrücken will – ein Urgestein des Wandervereins, hat dazu aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums 2005 einen Vortrag gehalten. Dieser ist für viele, die die ersten Jahre im Verein nicht miterlebt haben, als noch jährlich internationale Wandertage in Nottuln organisiert wurden und Vereinsmitglieder an anderen Orten daran teilnahmen, sicherlich interessant. Ich habe Hugo deshalb gebeten, diesen Vortrag noch einmal zu wiederholen.
Vorwegnehmen kann ich aber schon, dass sich der Verein ab Anfang der Neunzigerjahre neu ausgerichtet hat. Dieses Konzept hat sich bewährt, wie man an den steigenden Mitgliederzahlen, die liegen im Moment bei über 200, festmachen kann. Das Angebot, bestehend aus Wanderungen, Radtouren auf der einen Seite, aufgelockert durch gesellige Veranstaltungen auf der anderen Seite, wie Neujahrswanderung, Karfreitagswanderung, Maifeier, Wanderwochenende und Nikolausfeier scheint also die richtige Mischung zu sein. Dies zeigen die Teilnehmerzahlen, wobei diese beim Wanderwochenende nachgelassen haben und noch verbesserungswürdig sind. Dazu starten wir in Kürze ein Umfrage. Auch die Tageswanderungen und Radtouren, bei denen zur Mittagspause eingekehrt oder auch mal unterwegs eine Pause im Wald auf Baumstämmen mit Rucksackverpflegung eingelegt wird, fördern den Zusammenhalt.
Ein Kuriosum möchte ich nicht unerwähnt lassen. Bei der Gründung hatte der Verein 45 Mitglieder, die drei ältesten waren zwischen 50 und 57 Jahre alt. Heute zählen Personen aus dieser Altersgruppe zu den jüngsten Mitgliedern. Dass sich der Altersdurchschnitt deutlich verschoben hat, ist keine negative Entwicklung, sondern zeigt, dass immer mehr Personen im fortgeschrittenen Alter mobil bleiben, sich bewegen und etwas für die Gesundheit tun wollen.
Nach diesen Betrachtungen komme ich noch einmal auf den Oktober 1980 zurück. Wir sind stolz darauf, dass noch Gründungsmitglieder in unseren Reihen sind, die dem Verein 44 Jahre die Treue gehalten haben, dies sind Brigitte Bertels, Renate und Franz Flaskamp, Josef Große Frericks und Ina Möllmann.
Der Vorstand hat beschlossen, diesem Personenkreis die Ehrenmitgliedschaft zu verleihen. Darüber gibt es eine Urkunde. Das ist aber nicht alles. Bevor jemand sagt, dafür können die sich aber nichts kaufen, möchte ich anmerken, dass die Ehrenmitglieder ab jetzt keinen Beitrag mehr zu zahlen haben. Darüber hinaus haben wir etliche weitere Mitglieder, die dem Verein schon 20, 30 Jahre oder mehr angehören. Dies zeigt noch einmal, dass das Angebot nichts an Attraktivität eingebüßt hat.
Weshalb feiern wir ein Jubiläum nach 44 Jahren wird sich mancher gefragt haben. Ich versuche mich einmal an einer Erklärung. Das letzte Jubiläum war das 30-jährige, 5 Jahre davor war das 25-jährige. Das 40-jährige musste bekanntlich wegen coronabedingter Einschränkungen abgeblasen werden. Das nächste runde Jubiläum wäre das 50-jährige. Dazwischen hätten aber 20 Jahre gelegen, eine nach Ansicht des Vorstandes zu lange Durststrecke. Deshalb haben wir uns gedacht, 44 ist zwar keine runde, aber auch eine schöne Zahl. Folglich wird jetzt gefeiert. Das nächste ist dann in 6 Jahren.
Winfried Thiemann, Vorsitzender
Die Baumberger Wanderfreunde sind mit 44 Jahren ein relativ junger Verein, wenn man ihn mit anderen, zum Beispiel den Martini- und Antonibruderschaften oder dem Gesangverein vergleicht. Auch mancher Kegelclub ist älter. Allerdings haben wir noch Gründungsmitglieder in unseren Reihen, was die zuvor angesprochenen Bruderschaften oder der Gesangverein nicht aufzuweisen haben und eine Mitgliederzahl von um die 200 Personen, womit auch ein Kegelclub nicht aufwarten kann.
Wir sind ein gemeinnütziger Verein, der keiner übergeordneten Organisation angehört, so dass die von den Mitgliedern eingezahlten Beiträge voll den Aktivitäten des Vereins zugutekommen. Neben der einen oder anderen geselligen Veranstaltung haben Wandern und Radwandern oberste Priorität. Wir wollen aktiv sein, uns bewegen und dabei die Natur erleben. Geführte Wanderungen und Radtouren bleiben dabei nicht nur Vereinsmitgliedern vorbehalten, vielmehr kann jeder, der möchte, kostenlos teilnehmen.
Um das zu gewährleisten, werden die Touren von Vereinsmitgliedern geplant und geführt, die dafür keine Vergütung erhalten, also ehrenamtlich tätig sind. Eine weitere selbst gestellte Aufgabe für den Verein bestand darin, im Laufe der Jahre an von Wanderern frequentierten Wegen etliche Ruhebänke aufzustellen. Die notwendigen Unterhaltungsarbeiten werden ebenfalls von Mitgliedern des Vereins Jahr für Jahr ehrenamtlich durchgeführt. Erwähnt werden soll außerdem noch die Kennzeichnung von Wanderwegen durch Vereinsangehörige.
Mit diesem Programm haben wir uns in diesem Jahr erfolgreich um die Verleihung des Heimatpreises beworben. Als ich als Vorsitzender die Nachricht erhielt, dass wir zu den Preisträgern gehören, es war bezeichnenderweise bei einer Radtour mit anderen Vereinsangehörigen, war nicht nur bei mir die Freude groß, sondern ebenso bei den Mitfahrern, dem gesamten Vorstand und bei allen anderen, die dem Verein angehören und sich auf die eine oder andere Art engagieren.
Der Preis, über den wir uns riesig gefreut haben und für den wir uns herzlich bedanken, wird uns ein Ansporn sein, auf dem eingeschlagenen Weg fortzufahren.
Winfried Thiemann, Vorsitzender
